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Ein ungewöhnliches Pyramidenfest

Das Jahr 2021 hat einiges auf den Kopf gestellt. Auch das geliebte Pyramidenfest.

Das Jahr 2021 hat einiges auf den Kopf gestellt. Auch das beliebte Pyramidenfest mit dem sich die Betreuten auf die Adventszeit einstimmen, konnte nicht mehr wie gewohnt stattfinden.

„Selbstverständlich war das eine große Enttäuschung für die Bewohnerinnen und Bewohner bei uns, als das Pyramidenfest abgesagt werden musste.“ bestätigt Steffen Pihan, Hausleiter im Helene-von-Gersdorff-Haus. Schon im gesamten Jahr kam es immer wieder zu Einschränkungen im Alltag. Aber ohne Pyramidenfest in den Advent zu starten ist doch nicht möglich.

Diakonin Lydia Berger hat sich daher mit einer kleinen Pyramide in jede Wohngruppe des Katharinenhofs aufgemacht und in vielen kleinen Gruppen ein kleines und individuelles Pyramidenfest gefeiert. Vormittags war die Diakonin im Ewald-Meltzer-Heim und im Haus an der Buche. Am Nachmittag wurden das Helene-von-Gersdorff-Haus und das Ruth-Kittner-Haus besucht. Eine Andacht und etwas Gesang gehörten selbstverständlich jedes Mal dazu. „Ich habe versucht, den Ablauf, ähnlich der ursprünglichen Pyramidenandacht zu gestalten. Also den Wiedererkennungsfaktor zu ermöglichen. Allerdings fehlten die Posaunen, die große, vielfältige Gemeinschaft, die große Pyramide, die Düfte der verschiedenen Stände, eben das Pyramidenfestflair!“, so Lydia Berger. Die Botschaft des Pyramidenfestes aber bleibt, so wie in der Andacht zu hören war: „Wir wollen uns auch mit all diesen Figuren auf den Weg machen. Leider kommt zu uns kein Engel, der uns losschickt. Wir entdecken auch keine Sterne die uns den Weg zeigen. Aber wir haben die Geschichten in der Bibel. Die erinnern uns an die Weihnachtsgeschichte. Wir haben Pyramiden, die sich drehen. Sie laden uns ein uns zu bewegen.“

Später ging es in kleinen Gruppen zur großen Pyramide im Garten des Katharinenhofs. Das Pyramidenlied ist wichtig, damit sich die Figuren auch die ganze Advents- und Weihnachtszeit hindurch schön drehen. Einzig der Besuch der Angehörigen und Betreuer musste in diesem Jahr ausbleiben. „Besuch kann man einfach nicht ersetzen“, meint Steffen Pihan. „Die Angehörigen haben für die Absage des Pyramidenfest aber ein großes Verständnis.“ Er merkt, dass viele Angehörigen sich stattdessen für die Tage zwischen den Adventssonntagen in der Wohngruppe anmelden. Viele verteilen den Besuch dann auch auf die gesamte Adventszeit.

Ein gemütlicher Nachmittag in der Wohngruppe bei Stollen und Kinderpunsch, war dann doch ein kleines Highlight für die Bewohnerinnen und Bewohner. Beim anschließenden Stöbern in Fotoalben wurden mit den Fotos von Festen und Ausflügen der vergangenen Monate bei einem kurzen Jahresrückblick wieder Erinnerungen wach.

Die große Pyramide im Garten des Katharinenhofs dreht inzwischen Ihre Runden. Sogar etwas Schnee ist mittlerweile auf den Figuren und den Flügeln liegen geblieben. So lohnt ein Besuch auch zu einem späteren Tag, denn es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Am Samstag vor dem 1. Advent war immer mal wieder das Pyramidenlied im Katharinenhof zu hören. So war das Pyramidenfest auch ohne große Feier irgendwie doch nicht ausgefallen. Es wurde in diesem Jahr auf eine andere – eben eine ganz spezielle Art gefeiert.

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Andacht zum Pyramidenfest
Das Pyramidenfest fand mit einer Andacht im kleinen Rahmen in den Wohngruppen statt.
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Nach der Andacht zum Pyramidenfest gab es Stollen und Punsch und einen kurzen Jahresrückblick in den Wohngruppen.